Die Hoffnung der Gräfenberger, wenigstens in der Vorweihnachtszeit von rechtsextremistischen Aufmärschen verschont zu bleiben, hat sich nicht erfüllt: Am kommenden Samstag, 8. Dezember karrt der Fürther NPD-Propagandist Matthias Fischer in beispielloser Rücksichtslosigkeit wieder sein neonazistisches Fußvolk aus der Region nach Gräfenberg und hat für die Zeit von 13:00 bis 17:00 Uhr einen Aufmarsch mit Kundgebung vor den Treppen zum Denkmal angemeldet. Angeblich geht es Fischer mit dem 16. Aufmarsch innerhalb eines Jahres darum, am Gräfenberger Kriegerdenkmal die „Helden“ der Weltkriege verehren zu können. Ein Anliegen, das die Stadt und das Bürgerforum Gräfenberg seit Jahren verwehren, weil von den politisch Verantwortlichen und den engagierten Bürgern weder die neonazistische Umdeutung der deutschen Geschichte noch rassistische Parolen geduldet werden.
Unter dem diesmaligen Motto „Nikolaus schmeißt Nazis raus“ laden die politischen Ortsverbände CSU, Freie Wähler und SPD gemeinsam mit dem Bürgerforum Gräfenberg zu einer Protestkundgebung ab 13 Uhr auf den Gräfenberger Marktplatz ein. Alle Nikoläuse und Knecht Rupprechts in der Region sind aufgefordert, den Neonazis „die Leviten zu lesen“ und deren antidemokratisches, menschenrechtsfeindliches Gedankengut kritisch zu kommentieren. Die Gegendemonstranten werden gebeten, sich mit Nikolaus-Ausstattung der ersten „antifaschistischen Nikolaus- und Knecht-Rupprecht-Demo“ anzuschließen. Weitere Informationen gibt es auf der Homepage des Bürgerforum Gräfenberg (www.graefenberg-ist-bunt.de).